Winter, Meredith: Blutpsalm

Titel: Blutpsalm
Autor: Meredith Winter
Gattung: Romantic Suspense

Verlag: Sommerburg Verlag (2017)
Seiten: 208 Seiten
ISBN**:978-3981872217

 

** An dieser Stelle möchte ich mich herzlich für die Zusendung eines kostenlosen Rezensionsexemplars bedanken. 🙂

 


Klappentext

„Sommerburg – eine verschlafene 800 Seelengemeinde, irgendwo im Norden Deutschlands.
Ein Dorf, dessen Bewohner so akkurat und tadellos wie aus einer Reklame zu sein scheinen. Bis zu dem Tag, an dem eine brutale Mordserie den Ort erschüttert und Jonathan, der junge Pastor, sich in eine Prostituierte verliebt. Während die männlichen Bewohner nach und nach tot mit einem Fleischermesser in der Brust aufgefunden werden, zeigen die Einwohner allmählich ihr wahres Gesicht. Und auch Jonathan muss vor seiner Gemeinde zugeben, dass er bei Weitem nicht so fromm ist, wie alle bisher geglaubt haben.“

Kurzinhalt

Durch ein Mißverständnis bestellt Pastor Jonathan die Hure Marlene zu sich in die Kirche im kleinen Örtchen Sommerburg. Schnell ist die Verwechslung aufgeklärt, dennoch besteht eine unerklärliche Anziehung zwischen den beiden und sie treffen sich erneut. Sie können von Anfang an ihre gegenseitige Begierde kaum zügeln, dennoch stehen ihre gegensätzlichen Lebensentwürfe zwischen ihnen und führen im Verlauf der Handlung häufig zu Auseinandersetzungen. Dazu kommt eine Mordserie in der Gemeinde, die irgendwie mit Marlene zu tun haben muss, da alle Mordopfer ehemalige Klienten sind.  Und obwohl der Pfarrer keiner ihrer Klinenten ist, hat es der Mörder auch auf ihn abgesehen. Aber auch die restlichen Einwohner der Gemeinde stehen den beiden nicht mehr wohlgesonnen gegenüber, bis sie schließlich – vor Mörder und Bewohnern – fliehen müssen und umziehen. Doch auch im neuen Wohnort sind sie nicht sicher…

– – – – – – – – – – – – – – – – Bewertung – – – – – – – – – – – – – –

Einstieg

 Der Einstieg gleicht dem einer Liebesgeschichte, in dem sich das Paar kennenlernt und sich das erste Interesse entwickelt. Der erste Mord lässt noch bis Ende des ersten Kapitels auf sich warten und es wird schon zu Beginn klar, dass die Gefühle im Mittelpunkt der Handlung stehen.

Handlung

 Der Teil der Handlung, der sich mit dem Mord beschäftigt, schreitet schnell, aber relativ oberflächlich voran, dafür wird die Entwicklung zwischen Marlene und dem Pfarrer wesentlich detaillierter ausgeführt. Alles läuft auf die Frage hinaus: Entkommen sie dem Mörder und können sie trotz ihres unterschiedlichen Lebensstils eine Beziehung führen?

Charaktere

Es sind relativ wenig Personen, die in der Handlung eine Rolle spielen. Zum einen natürlich Jonathan und Marlene, aber auch eine Freundin von Marlene, der Sohn des Pfarrers und Leute aus dem Dorf. Obwohl auf die meisten Personen nicht sehr detailliert eingegangen wird, erhält man einen sehr guten Eindruck über deren Leben und Einstellungen.

Schreibstil

 Die Sprache ist gefühlvoll geprägt und zeichnet sich durch einen häufigen Wechsel aus innerer Rede und Dialogen aus.

Lieblingszitat

„[…] woraufhin sich eine große Welle Zuneigung in ihm autürmte, da sie ihm mit ihrem spontanen Lachen zum ersten Mal etwas Echtes gegeben hatte.“

Fazit

Insgesamt ist die Idee für den Plot sehr gut, allerdings kamen für mich (als Krimi- und Thrillerliebhaber) die Passagen, in denen es um die Morde und deren Aufklärung geht, zu kurz. Ermittlerarbeit spielt im Grunde gar keine Rolle und es scheint sich kaum jemand wirklich für die Morde zu interessieren. Selbst Marlene und Jonathan gehen erstaunlich gelassen mit der aktuellen Gefahr um. Die meisten Gedanken machen sie sich eher um ihre jeweilige Vergangenheit und welche Probleme das für die sich anbahnende Beziehung darstellt.

Zu Beginn kann man beim Lesen das Prickeln zwischen den Hauptfiguren spüren, aber in den meisten Szenen kommt es vor oder nach der Annäherung und ersten leidenschaftlichen, körperlichen Kontakten zu einem Streit. Dadurch verlaufen die meisten Szenen ähnlich, was auf Dauer langweilig wird. Zudem gibt es an der ein oder anderen Stelle Wendungen in der Handlung, die nicht logisch sind und über die man dann hinwegsehen muss 😉

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