Brontë, Charlotte: Der Professor

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Titel: Der Professor
Autor: Charlotte Brontë
Gattung: Roman
Erstveröffentlichung: 1857

Verlag: ars vivendi (2016)
Seiten: 312 Seiten
ISBN: 978-3869136356


Inhalt

Jahre nach dem Tod seiner Eltern hat der junge William Crimsworth mit seiner ganzen Familie gebrochen und steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Er reist von Yorkshire nach Brüssel und beginnt dort erfolgreich eine Lehrerlaufbahn und arbeitet in einem Internat für Jungen. Er stellt sich so gut an, dass er nach kurzer Zeit eine Stelle im nebenan gelegenen Mädchenpensionat erhält. Dort verliebt er sich nach und nach in die Schulleiterin Mademoiselle Reuter. Zwar ist die Frau deutlich älter als er, dennoch macht er sich Hoffnungen, da sie auf seine Avancen einzugehen scheint. Durch Zufall belauscht er eines Nachts allerdings ein Gespräch aus dem hervorgeht, dass Mlle. Reuter bereits verlobt ist. Damit nicht genug, ist dieser Verlobte auch noch sein Chef, der Leiter des Jungeninternats M. Pelet. Daraufhin wendet Wiliam sich von ihr ab und beginnt sich für seine junge Kollegin Frances Henri zu interessieren, was Mlle. Reuter allerdings ein Dorn im Auge ist. So wird Frances plötzlich entlassen und da William weder Adresse noch neue Arbeitsstelle erfährt, dauert es lange, bis er sie wiedergefunden hat. Da er aufgrund seiner Abneigung gegen Mlle Reuter und M. Pelet seine Anstellung kündigt, kehrt zudem das finanzielle Problem zurück, das, sollte er seine Geliebte endlich wiederfinden, einen Heiratsantrag unmöglich machen würde…

– – – – – – – – – – – – – – – – Bewertung – – – – – – – – – – – – – –

Einstieg

Der Einstieg ist langatmig, weil sehr ausführlich und detailliert beschrieben wird, wie William zunächst für seinem Bruder arbeitet, aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen kündigt und über Umwege und Unterstützung eines Bekannten in Brüssel landet, wo er in einem Internat für Jungen zu unterrichten beginnt, wo dann die eigentliche Handlung beginnt.

Handlung

Aufgrund der ausführlichen Ausschmückung vor allem von Personen, die zum beispiel sehr dänisch oder französisch aussehen, zieht sich die Handlung teilweise sehr in die Länge.

Charaktere

Die wichtigsten Charaktere wie William, Mlle Reuter, M. Pelet oder Frances werden beschrieben, wobei das Augenmerk auf den Charakter der jeweiligen Person gelegt wird. Insgesamt sind es aber keine Charaktere, mit denen ich mich besonders gut identifizieren konnte… Vor allem William wirkt häufig arrogant (siehe Zitat).

Schreibstil

Der Schreibstil ist erhaben mit teilweise sehr langen Sätzen. Außerdem gibt es immer wieder Dialoge oder kurze Sätze auf französisch, die im Anhang aber übersetzt werden.

Lieblingszitat

„‚Écoutez, messieurs!‘, sagte ich und bemühte mich, in meinem Akzent den mitleidsvollen Ton eines höheren Wesens zu legen, das, angerührt von dem ungeheuren Ausmaß an Hilflosigkeit, welches anfänglich nur seine Verachtung erregte, sich schließlich doch herablässt, Hilfestellung zu gewähren.“

Fazit

Es gibt zum Teil wirklich wunderschöne Sätze, die es schaffen, das Gefühl, das beschrieben werden soll, exakt widerzugeben. Und wer mal französisch in der Schule hatte, kann sein Wissen etwas aufbessern 😉
Trotzdem ist es auf Dauer etwas Mühsehlig zu lesen, vor allem, da die Handlung immer wieder durch ausführliche Beschreibungen ins Stocken gerät und generell kaum etwas spannendes passiert.

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