Lelord, François: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

Klappentext

„Es war einmal ein ziemlich guter Psychiater, sein Name war Hector, und er verstand es, den Menschen nachdenklich und mit echtem Interesse zuzuhören. Trotzdem war er mit sich nicht zufrieden, weil es ihm nicht gelang, die Leute glücklich zu machen. Also begibt sich Hector auf eine Reise durch die Welt, um dem Geheimnis des Glückes auf die Spur zu kommen.“

 

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Titel: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück
Autor: François Lelord
Gattung: Roman
Erstveröffentlichung: 2002

Verlag: Piper (2004)
Seiten: 208 Seiten
ISBN: 978-3492248280


Inhalt

Hector arbeitet als Psychater. Er ist zwar gut in seinem Beruf und schafft es vielen Klienten zu helfen oder zumindest ihr Leiden zu vermindern, trotzdem ist er enttäuscht davon, dass er nicht allen helfen kann. Das führt dazu, dass er sich fragt, wie man glücklich wird und um eine antwort auf diese Frage zu finden, begiebt er sich auf eine Reise, bei der er viele verschiedene Menschen Trifft wie zum Beispiel seinen alten Freund und Geschäftsmann Édouard, die hübsche Chinesin Ying Li, das Paar Agnès und Alan, einen Professor, der das Glück erforscht, und einen alten Mönch sowie viele weitere Menschen. Sie alle helfen ihm mit ihrer Sicht auf die Welt oder mit ihren Problemen, eine Liste mit Faktoren zu erstellen, die glücklich machen und am Ende zufrieden nach Hause zurück zu kommen.


– – – – – – – – – – – – – – – – Bewertung – – – – – – – – – – – – – –

Einstieg

Die Suche nach dem Glück beginnt, weil er erkennt, dass er als Psychater mit seinem Können an seine Grenzen stößt und den Menschen zwar helfen kann, aber nicht in der Lage ist, sie glücklich zu machen. Insgesamt also ein guter Einstieg, der auf die Lösung gespannt macht.

Handlung

Die Handlung verläuft geradlinig und beschreibt viele interessanten Etappen seiner Reise, zum Beispiel, dass er sich verliebt oder zwischenzeitlich von Verbrechern gefangen genommen und fast getötet wird. Da diese Etappen nie besonders lange behandelt werden, ist die Handlung kurzweilig.

Charaktere

Man erfährt über die Sichtweise von Hector etwas über die anderen Charaktere, diese Beschreibung bleibt aber sehr oberflächlich und kindlich.

Schreibstil

Die Sprache ist einfach gehalten und passen zu den oftmals naiven Gedankengängen von Hector.

„Was dann geschah, braucht man nicht groß zu erzählen, denn Hector und Ying Li gingen natürlich in Hectors Zimmer, wo sie miteinander machten, was die Leute machen, wenn sie verliebt sind, und jeder weiß ja, wie das geht.“

Ende

Die Erwartung oder Hoffnung, dass Hector am Ende eine leichte Antwort auf die Frage nach dem Glück findet, wird nicht erfüllt. Es sind vielmehr viele verschiedene Faktoren, die das Glücksempfinden beeinflussen können (was man sich vorher eigentlich auch schon denken konnte). Er selbst jedoch hat am Ende seiner Reise seine Version von Glücks gefunden.

Lieblingszitat

„Lektion 14: Glück ist, wenn man dafür geliebt wird, wie man eben ist. […] Lektion Nr. 17: Glück ist, wenn man an das Glück der Leute denkt, die man liebt.“

Fazit

Insgesamt ein kurzweiliges Buch, das einen aufgrund der einfach gehaltenen Sprache manchmal zum lächeln bringt. Viele, wenn nicht sogar alle der Glücks-Lektionen erscheinen trivial. Aber gerade dazu passt die naive Sprache und die schlichten Gedankengänge von Hector besonders gut. Er nähert sich der Frage aus einer kindlichen Perspektive, was auch Sinn macht. Es ist ja eher das Problem von Erwachsenen, dass sie ihr Glück nicht erkennen oder nicht zu schätzen wissen.

Das Buch zeigt einem kurz, wie leicht man sich eigentlich über kleine Dinge freuen kann und, dass man es doch selber auch gar nicht so schlecht getroffen hat mit dem Glück 😉

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4 Gedanken zu “Lelord, François: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

    1. Hallo Jennifer,

      Es ist eine sehr leichte Urlaubslektüre 🙂 Man kann dann im Anschluss natürlich noch darüber nachdenken oder sich mit anspruchsvolleren Büchern über das Glück beschäftigen (zum Beispiel von Mihaly Csikszentmihalyi), aber Hectors Reise ist denke ich sogar schon für Jugendliche geeignet.

      Liebe Grüße
      Maren

      Gefällt 1 Person

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