Suter, Martin: Lila, Lila

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Produktinformationen
Titel: Lila, Lila
Autor: Martin Suter
Gattung: Roman
Erschienen: 2004
Verlag: Diogenes
Taschenbuch: 352 Seiten
ISBN: 978-3257234695

 

Inhalt

David Kern ist 23 und arbeitet als Kellner in der Bar Esquina, wo er versucht bei einer literarisch interessierten Clique, die dort häufig zu Gast ist, Anschluss zu finden. Seine Anwesenheit als Kellner wird dort jedoch lediglich geduldet und das Selbstbewusstsein, aus dieser Rolle zu treten, besitzt er nicht.

Irgendwann verirrt sich die Literaturbegeisterte, hübsche Marie in die Bar. David ist sofort hin und weg von ihr, macht sie mit der Gruppe bekannt und hofft, so in ihre Nähe kommen zu können. Tatsächlich freundet sie sich mit der Gruppe an, nimmt aber genauso wie die anderen kaum Notiz von dem Kellner.

Eines Tages findet er in einem antiquarisch gekauften Nachttisch in der Schublade das Manuskript „Sophie, Sophie“ von dem Autoren Alfred Duster.

Er ist gefesselt von dem Roman, der von einer tragischen Liebesgeschichte handelt, die im Selbstmord des abgewiesenen Verliebten endet. Er digitalisiert das Manuskript, schreibt seinen eigenen Namen darunter und gibt ihn Marie, um ihre Meinung dazu einzuholen und sie zu beeindrucken.

„Marie hatte Tränen in den Augen, als sie kurz nach vier die letzte Seite gelesen hatte. Während der ganzen Lektüre hatte sie immer wieder David vor sich gesehen, diesen schüchternen, ungelenken Jungen. Woher nahm er das? War er das selbst, dieser romantische, unverdrossene, verbissene Liebende?
Nichts in seiner Erscheinung und seiner Art ließ ahnen, was in ihm vorging. Zu welch tiefen Empfindungen er fähig war. Und dazu, sie in Worte zu fassen.“

Der Plan geht also auf,  sie ist begeistert und verliebt sich in den talentierten Autor. Sie empfiehlt ihm auch, das Werk zu veröffentlichen und schickt es, als er sich weiterhin stur weigert, an einen Verlag. Der Roman wird uner dem Namen „Lila, Lila“ veröffentlicht und wird von der gesamten Literaturwelt gefeiert. Damit ist der Jungautor gezwungen, um den Schwindel nicht auffliegen zu lassen, Lesungen und Signaturstunden zu geben. Er wird dabei immer von der Angst begleitet, vom richtigen Autoren entdeckt und bloßgestellt zu werden und dabei Marie zu verlieren.

Eines Tages taucht bei einer Autogrammstunde der mittellose Jacky Stocker auf und bittet ihn um eine Widmung für Alfred Duster, seinem Pseudonym. Der Autor des Werks stellt David zwar nicht bloß, fordert aber immer mehr Anteil am Gewinn ein,  mischt sich in die Beziehung zu Marie ein und wird sein Literaturagent. Marie ist genervt von Davids verhalten Jacky gegenüber, da sie nicht verstehen kann, warum er dem fremden Schmarotzer so viele Zugeständnisse macht und sich nicht gegen die Forderungen wehrt. Die Beziehung zerbricht immer mehr und irgendwann muss sich David entscheiden: Sagt er sich von Jacky oder Marie los?

 

Fazit

Definitiv ein Suter nach meinem Geschmack. Der RomanIMG_7865 hat mich ab der ersten Seite gepackt, weil man die ganze Zeit darauf wartet, dass die Lüge ans Licht kommt und sich fragt, wie es dann mit David und Marie wohl weitergehen wird. Die Szenen sind nie so lange ausgeschmückt, dass es langweilig werden würde und die Perspektive auf die drei Hauptersonen haucht ihnen Charakter und Leben ein, weil man so ihre Handlungen nachvollziehen kann. Insgesamt wunderbar für Zwischendurch!

 

Bewertung

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Weitere Kritik

„Martin Suter gelingt mit Lila, Lila einen Spagat zwischen Liebesgeschichte, Psychothriller und Drama, ohne in Klischees zu verfallen – absolut lesenswert.“ (Michael Schacht, Gala, Hamburg).

Der Film

Das Buch wurde 2009 unter dem Titel „Lila, Lila – verliebt, berühmt … zu dritt“ verfilmt. Dabei waren die Schauspieler Daniel Brühl (David Kern), Hannah Herzsprung (Marie) und Henry Hübchen (Jacky) mit dabei.

Der Film war kurzweilig und nicht unbedingt schlecht. Allerdings wirkten viele Szenen zu gestellt – ein typisch deutscher Film eben 😉
Wirklich gestört hat mich eigentlich nur das Ende, das sehr stark vom Ende des Buches abgewichen ist, was meiner Meinung nach aber wesentlich besser gepasst hätte. Das liegt vielleicht aber auch daran, dass ich generell keine Happy Ends in Filmen mag 😀

Insgesamt ein Film, den man sich mal anschauen kann, wenn man Lust auf leichte Kost hat.

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