Swann, Leonie: Glennkill

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Produktinformationen
Titel
: Glennkill
Autor: Leonie Swann
Gattung: Schafskrimi
Erschienen: Mai 2007
Verlag: Goldamnn Verlag
Buch: 384 Seiten
ISBN: 978-3442464159

 

 

Klappentext

„Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche – bis es ihnen schließlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.“

Inhalt

Die Hauptakteure der Geschichte sind die Schafe von Glennkill, die im Personenregister namentlich und mit ihren wichtigsten Eigenheiten oder Besonderheiten aufgeführt werden. So ist beispielsweise Miss Maple das klügste Schaf von Glennkill und vielleicht sogar das Klügste der ganzen Welt.

Die Schafe finden eines Morgens ihren Schäfer George mit einem Spaten ermordet auf der Weide. Sie beschließen den Mörder zu finden, das sind sie ihm Schuldig. Da sie von George häufig aus Büchern vorgelesen bekommen haben, wissen sie, was bei einer Kriminalgeschichte – und um eine solche handelt es sich bestimmt – wichtig ist. So haben sie gelernt, dass ein Mörder immer zum Ort seines Verbrechens zurückkehrt. Sie beginnen ihre Ermittlungen und belauschen die Menschen, welche nun immer häufiger auf der Weide und am Schäferwagen auftauchen, wobei sie möglichst unauffällig vorgehen.

„Othello verschwand im Schatten des Dolmegrabes unweit der Stelle, wo der Spaten George auf den Boden pinnte. Von dort konnte er bei Bedarf jederzeit unauffällig hervorweiden. […] Der Rest verhielt sich natürlich.“

Da Schafe nun einmal wie Schafe denken, kommt es immer wieder zu Missverständnissen und das merkwürdige Verhalten von Menschen können sie sich häufig nicht erklären. Als Georges Geliebte seine Leiche sieht, fragt sie ihn unter anderem, warum er ihr das antut und warum gerade jetzt. Die Schafe wundern sich, ob sie nicht verstanden hat, dass er tot ist.

Einen guten Einblick in die Erzählweise des Romans und das Denken und Verhalten der Schafe bietet auch das folgende Zitat:

(Sir Ritchfield ist übrigens der alte Leitwidder, der nicht mehr allzu gut hören kann.)

„Sir Ritchfield beschloss, die Schafe zu zählen. Es war eine langwierige Prozedur. Sir Ritchfield konnte nur bis zehn zählen, und auch das nicht immer. Die Schafe mussten sich also in kleinen Grüppchen zusammenstellen. Es gab Streitereien, weil Schafe behaupteten, noch nicht gezählt worden zu sei, während Ritchfield behauptete, er hätte sie schon gezählt. Alle Schafe hatten Angst davor, beim Zählen vergessen zu werden und dann vielleicht zu verschwinden. Manche versuchten, sich heimlich in andere Grüppchen zu stehlen, um doppelt gezählt zu werden. Sicher war sicher. Ritchfield blökte und schnaubte, und schließlich kamen sie zu dem Ergebnis, dass insgesamt 34 Schafe auf der Weide waren. Dann sahen sie sich  ratlos an. Erst jetzt wurde ihnen klar, dass sie überhaupt nicht wussten, wie viele Schafe eigentlich auf der Weide hätteGlennkilln sein müssen.“

Schlussendlich finden die Schafe tatsächlich heraus, wer der Mörder ist und können beruhigt ihrer Zukunft mit einem neuen Schäfer (der Tochter von George) entgegenblicken, die ihnen laut Testament unter anderem jeden Tag mindestens eine halbe Stunde lang etwas vorlesen soll.

 

Fazit

Das Buch eignet sich gut zum Verschenken oder an alle, die Lust auf eine leichte und amüsante Lektüre haben.

Die Schafe sind charmant, liebenswert und voll von wolliger Freundlichkeit, lassen sich aber gerne und häufig von Futter ablenken. Ich habe die kleinen Wollknäuel, die einen dauernd zum Lachen bringen, sehr liebgewonnen.

Wie bei eigentlich allen Krimis  sollte allerdings man beim Lesen keine zu langen Pausen einlegen. Nach einer mehrwöchigen Unterbrechung hatte ich einige Probleme die Namen der Menschen und ihre Rolle in der Geschichte richtig zuzuordnen. 😉

Übrigens ist 2010 auch eine Fortsetzung erschienen. „Garou. Ein Schaf-Thriller“, in dem einige der Schafe wieder auftreten. Ich bin sehr gespannt…

 

Gerne könnt ihr mir auch eure Meinung zu Glennkill oder Garou in den Kommentaren da lassen!

 

Für alle, die meine Meinung noch nicht überzeugt hat, hier noch einige

Pressestimmen

„Bockmist? Nein, wunderbar skurril: Wo sonst gibt es schon mal die Gelegenheit, das Leben aus der Sicht von Schafen zu betrachten! Eins der schönsten Debüts dieses Herbstes.“ (Für Sie)

„Die Mörderjagd nach Schafslogik ist ein Lesevergnügen für entspannte Urlaubstage. Warmherzig und witzig schildert Swann, wie wollige Grasmümmler ihre Welt und all die Merkwürdigkeiten komplizierter Menschenwesen sehen. Ein ungewöhnliches und nett zu lesendes Buch, das sicher seine Fangemeinde finden wird.“ (dpa)

 

Bewertung

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2 Gedanken zu “Swann, Leonie: Glennkill

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